Capturing
Der Hund zeigt spontan ein Verhalten — die Trainerin „fängt" es per Marker und Belohnung ein.
Capturing nutzt natürliches Verhalten: Statt den Hund aktiv zu führen, wartet die Trainerin darauf, dass er das gewünschte Verhalten von selbst zeigt — und markiert es genau in diesem Moment.
Beispiel „Gähnen"
Hund gähnt → Klick + Leckerli. Nach einigen Wiederholungen merkt der Hund: Gähnen lohnt sich. Er bietet das Verhalten zunehmend gezielt an. Dann kann ein Signal („Gähn!") angekoppelt werden.
Wann Capturing sinnvoll ist
- Verhalten, das schwer zu locken oder zu shapen ist (z.B. Niesen, Kopfschütteln, Beine strecken)
- Ruhe-Verhalten — Decken, Liegen, leise sein
- Selbstständige Aufgaben — Hund bietet aktiv Verhalten an
Voraussetzung
Geduld und Aufmerksamkeit. Wer den Moment verpasst, lernt dem Hund nichts. Capturing eignet sich besonders gut für ruhige Trainerinnen mit geübtem Auge.