Hörzeichen
Akustisches Signal (Wort, Pfiff) für ein bestimmtes Verhalten — „Sitz", „Hier", „Aus".
Hörzeichen sind Wörter oder Geräusche, die einem bestimmten Verhalten zugeordnet werden. Sie sind die häufigste Form der Kommunikation zwischen Halter:in und Hund.
Eigenschaften guter Hörzeichen
- Kurz — ein, maximal zwei Silben
- Eindeutig — nicht mit anderen Wörtern verwechselbar
- Konsequent — immer gleich, nicht „Sitz" / „Setz dich" / „Hinsetzen"
- Emotional neutral — gleicher Tonfall, nicht mal sanft, mal aggressiv
Aufbau
1. Verhalten zuerst aufbauen (durch Locken, Shapen, Capturing)
2. Erst wenn Verhalten zuverlässig kommt: Wort einführen
3. Wort kommt VOR dem Verhalten — nicht hinterher
4. Wiederholen — je nach Hund 50–200 Wiederholungen, bis Wort allein reicht
5. Generalisieren — verschiedene Orte, verschiedene Tonfälle
Häufiger Fehler
Wort wird zu früh eingeführt — der Hund lernt nicht, was es bedeutet, weil er das Verhalten noch nicht kennt. Resultat: das Wort wird mit „etwas" verknüpft, aber nicht mit dem gewünschten Verhalten.
Mehrsprachiges Training
Manche Halter:innen trainieren in einer Fremdsprache (Englisch, Italienisch). Das ist möglich, aber unnötig — der Hund versteht Worte nicht semantisch, sondern lernt Klangbilder.