Counterconditioning (Gegenkonditionierung)
Ein angstauslösender Reiz wird gezielt mit etwas Positivem verknüpft, um die emotionale Reaktion umzukehren.
Counterconditioning verändert nicht das Verhalten direkt, sondern die zugrundeliegende Emotion. Ein Reiz, der bisher Angst oder Erregung auslöst, soll künftig positive Erwartungen wecken.
Beispiel Tierarzt
Statt nur zur Untersuchung in die Praxis zu kommen, fährt man regelmäßig in die Praxis, lässt den Hund auf dem Kontaktstuhl Leckerlis bekommen und geht wieder. Mit der Zeit verknüpft der Hund den Ort mit Positivem.
Kombination mit Desensibilisierung
Counterconditioning wird fast immer mit systematischer Desensibilisierung kombiniert: Der Reiz wird zunächst sehr schwach präsentiert (große Distanz, geringe Lautstärke), unterhalb der Reizschwelle (Threshold), und dort positiv aufgeladen.
Wichtig
Counterconditioning ist Geduldsarbeit. Pro Trainingssession gibt es nur kleine Fortschritte — über Wochen und Monate gerechnet aber massiv wirksam, gerade bei Angst- und Reaktivitätsproblemen.