Impulskontrolle
Fähigkeit, eine spontane Handlungsabsicht zu unterdrücken — z.B. nicht sofort dem Reh hinterherzurennen.
Impulskontrolle ist eine kognitive Leistung: Der Hund spürt einen starken Antrieb, etwas zu tun — und kann diesem Antrieb nicht nachgeben. Bei jungen Hunden noch wenig ausgeprägt, mit der Reife wachsend.
Klassische Übungen
- Leckerli am Boden ignorieren auf Signal
- Warten am Futterplatz, bis Auflösesignal kommt
- Nicht sofort losrennen, wenn die Tür aufgeht
- Sitzen bleiben, wenn der Lieblingsmensch reinkommt
Im Alltag
Hund mit guter Impulskontrolle:
- Reagiert auf Rückruf auch, wenn Wild auftaucht (zumindest besser)
- Kann an der Leine an einem Ball vorbeigehen
- Wartet im Café still, während andere Hunde kommen
Aufbau
Klein anfangen, viele kurze Übungen, immer mit gutem Erfolgserlebnis. Impulskontrolle ist eine Muskelgruppe — sie ermüdet schnell und braucht Pausen. 5 Minuten konzentrierte Impulskontrolle ist anstrengender als 30 Minuten Schnüffeln.
Achtung
Hunde mit hohem Trieb (Beuteverhalten, hoher Energie) brauchen länger. Geduld und realistische Erwartungen sind wichtig.