Frustrationstoleranz
Fähigkeit des Hundes, Wartezeiten, Reizverzicht oder ungewollte Situationen ohne Eskalation zu bewältigen.
Frustrationstoleranz beschreibt, wie gut ein Hund mit „Nein" oder „Warten" umgehen kann. Hunde, die früh keinen Reizverzicht gelernt haben, eskalieren bei jeder Verzögerung — Bellen, Springen, Zerren, Beißen ins Spielzeug.
Anzeichen niedriger Toleranz
- Bellen, sobald etwas nicht sofort passiert
- An der Leine zerren, weil etwas Spannendes weiter weg ist
- Springen, Beißen ins Spielzeug, wenn das Spiel pausiert
- Hektisches Hin- und Herlaufen vor verschlossenen Türen
Aufbau
- Kleine Wartephasen einbauen: Warten am Napf, vor der Tür, vor dem Auto.
- Warten an der Leine: Hund will weiter — kurz stehenbleiben — Hund ruhiger — weiter.
- Reizverzicht trainieren: Leckerli am Boden, Hund darf nicht ran, lernt Selbstbeherrschung.
- Ressourcen-Management: Nicht alles immer sofort verfügbar — Spielzeug nur in bestimmten Phasen.
Wichtig
Frustrationstoleranz ist eine Lebensaufgabe. Sie wird in den ersten Lebensmonaten geprägt und kann später nur mit großer Geduld weitergebaut werden.