Sozialisierung
Welpen lernen in der sensiblen Phase (etwa 3.–14. Woche) Menschen, Hunde und Umweltreize als „normal" einzuordnen.
Sozialisierung beschreibt den Prozess, in dem ein Welpe lernt, was zu seiner sozialen und physischen Welt gehört. Der Begriff wird oft missverstanden als „mit vielen Hunden spielen" — tatsächlich ist es ein viel breiterer Vorgang.
Bereiche
- Soziale Sozialisierung: andere Hunde, Menschen aller Altersgruppen, andere Tiere
- Umweltgewöhnung (Habituation): Geräusche, Untergründe, Verkehr, öffentliche Räume
- Kommunikation: höfliches Begrüßen, Lesen anderer Hunde, Beschwichtigungssignale
Sensible Phase
Etwa zwischen der 3. und 14. Lebenswoche ist das Gehirn maximal aufnahmebereit. Was dort als positiv oder neutral erlebt wird, ist ein Leben lang einfach. Was fehlt oder negativ besetzt wird, kann später nur mit großem Aufwand kompensiert werden.
Wichtig
Sozialisierung heißt nicht Reizbombardement. Qualität schlägt Quantität — kontrollierte, positive Begegnungen sind wertvoller als zehn Hundebegegnungen, von denen drei stressig waren.