Tabu-Signal („Pfui", „Nein")
Abbruch- oder Verbotssignal — der Hund unterlässt eine Handlung, die er gerade beginnen will.
Ein Tabu-Signal kommuniziert: „Lass das, sofort." Es soll dem Hund unmittelbar klar machen, dass das gerade gezeigte oder beginnende Verhalten unerwünscht ist.
Aufbau (gewaltfrei)
1. Konditionierung: Wort („Pfui") + Zugang zur unerlaubten Sache wird unterbunden (z.B. Hand vor das Leckerli auf dem Boden) → Hund bricht ab → Lob + Alternative.
2. Generalisieren: Verschiedene Reize, Steigerung der Schwierigkeit.
Was es NICHT ist
Schimpfen, Anbrüllen, Schreckmaßnahmen oder körperliche Korrektur. Ein gut aufgebautes Tabu-Signal ist ruhig, klar, kurz — kein emotionaler Ausbruch.
Wichtig: Alternativverhalten
Ein Tabu-Signal allein sagt dem Hund nicht, was er stattdessen tun soll. Direkt nach „Pfui" sollte ein erlaubtes Verhalten gezeigt werden („Komm her", „Sitz") und belohnt werden.
Grenzen
Wer das Tabu-Signal inflationär einsetzt („pfui" alle 2 Minuten), nutzt es ab. Es sollte selten und mit echter Bedeutung verwendet werden.