Angst beim Hund
Adaptive Reaktion auf wahrgenommene Bedrohung — Flucht, Erstarren oder Angriff je nach Disposition.
Angst ist ein normales, lebenserhaltendes Gefühl — auch beim Hund. Problematisch wird sie, wenn der Hund auf alltägliche, harmlose Reize mit Angst reagiert oder die Angst chronisch wird.
Auslöser
- Geräusche (Donner, Feuerwerk)
- Bestimmte Personen oder Hunde
- Tierarzt, neue Orte
- Allein bleiben (Trennungsangst)
- Generalisierte Angst ohne klaren Auslöser
Reaktionsmuster („4 F")
- Flight — Flucht
- Fight — Angriff aus Angst
- Freeze — Erstarren
- Fool around — Übersprungshandlung, „albernes" Verhalten
Häufige Fehlinterpretation
Ein „aggressiver" Hund ist oft ein ängstlicher Hund — der Angriff ist die einzige verbliebene Option, weil Flucht (Leine!) nicht möglich ist.
Therapie
- Tierärztliche Abklärung
- Distanzmanagement, Counterconditioning, Desensibilisierung
- Geduld — Angsttherapie dauert Monate
- Bei schweren Fällen Verhaltensmedizin (auch medikamentös)