Hundeschulen-Radar
Verhalten & Ethologie

Stresssignale

Körperliche und Verhaltens-Anzeichen, an denen man erkennt, dass der Hund unter Druck steht.

Hunde zeigen Stress auf vielfältige Weise — manche Signale sind offensichtlich, andere subtil. Wer sie lesen kann, kann eingreifen, bevor die Situation eskaliert.

Häufige Stresssignale

  • Hecheln ohne körperliche Anstrengung
  • Sich schütteln, als wäre er nass — typisch nach einer angespannten Situation
  • Speicheln, Sabbern
  • Gähnen, Lecken (auch Calming Signals)
  • Zittern
  • Pfoten schwitzen — feuchte Pfotenabdrücke
  • Schuppen abstoßen — sichtbar als „Wolke"
  • Pupillenerweiterung
  • Zugespitzte Mundwinkel (sog. „Kommissur" — gespannte Lippen)
  • Ohren zurückgelegt, Rute eingeklemmt

Was tun

Wenn der Hund mehrere Signale gleichzeitig zeigt: Distanz schaffen, Reize reduzieren, Pause einlegen. Trainieren in dieser Phase ist sinnlos — der Hund kann nicht lernen, wenn er im Stress ist.

Hintergrund

Stress führt zur Ausschüttung von Cortisol. Cortisol bleibt nach einer Stress-Situation bis zu 72 Stunden im System. Wiederholter Stress ohne Pausen kann zu chronischer Überforderung führen.