Fight-or-Flight
Stressreaktion: Der Körper bereitet sich auf Kampf oder Flucht vor — Adrenalin, erhöhter Puls, Tunnelblick.
Fight-or-Flight ist die archaische Stressreaktion — bei Mensch und Tier. In Sekunden schaltet der Körper auf Akutmodus: Adrenalin schießt ein, Puls steigt, Pupillen weiten sich, Verdauung wird heruntergefahren.
Beim Hund
- Sieht potenzielle Bedrohung
- Sympathikus aktiviert: Adrenalin, Cortisol
- Innerhalb 1 Sekunde Entscheidung: Kämpfen, Fliehen, Erstarren
Im Training
Ein Hund im Fight-or-Flight-Modus kann nicht lernen. Cortisol blockiert höhere kognitive Funktionen. Wer in dieser Phase „durchzieht", verstärkt nur den Stress — der Hund nimmt die Situation als bedrohlich wahr.
Erkennungsmerkmale
- Steifer Körper, Pupillenerweiterung
- Hechelt schwer, atmet flach
- Reagiert nicht auf Signale
- Beißt scheinbar „aus dem Nichts"
Gegenmaßnahme
Distanz schaffen, Reize reduzieren, Beruhigung anbieten. Lernen kann erst wieder stattfinden, wenn das Stresssystem beruhigt ist — bei Hunden kann das Stunden bis Tage dauern (siehe Cortisol-Halbwertszeit).